Hinweise
Über Reifen hinaus: Begleitung und Hilfe
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Verwendung in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Welche Reifen dürfen auf derselben Achse montiert werden?

Grundsätzlich schreibt der Gesetzgeber die Montage gleichartiger Reifen auf derselben Achse vor. Die Montage von Reifen mit unterschiedlichem Profil ist möglich, wenn die Reifen folgende Gemeinsamkeiten aufweisen:

  • gleiche Dimension
  • gleiche Bauweise (radial oder diagonal)
  • Geschwindigkeits- und Tragfähigkeitsindex müssen die Vorgaben des Fahrzeugs erfüllen.

Zusätzlich müssen Neureifen in der Schweiz folgende Gemeinsamkeiten aufweisen:

  • gleiche Marke / Handelsmarke
  • gleiche Einsatzart (Strassen-, Winter- oder Spezialreifen)
  • gleicher Geschwindigkeits- und Tragfähigkeitsindex

Michelin empfiehlt auf der gleichen Achse die Montage von Reifen mit identischem Profil. Sollte dies nicht möglich sein, wird die Montage einheitlicher Zwillingsbereifungen empfohlen. In einigen europäischen Ländern ist die Verwendung von runderneuerten Reifen auf der ersten Lenkachse nicht zulässig. Wir empfehlen, auf der ersten Lenkachse von Nutzfahrzeugen generell keine runderneuerten Reifen zu montieren.

Abrieb der Reifen

Die Tiefe der Hauptprofilrillen darf in Deutschland und der Schweiz (Sommer- und Winterperiode) an keinem Punkt des Reifens 1,6 mm unterschreiten.

usure

Für Österreich gilt:

Die Tiefe der Hauptprofilrillen darf an keinem Punkt des Reifens in der Sommerperiode 2 mm unterschreiten.
In der Winterperiode (Lkw: 01.11. -15.04. und Bus: 01.11. bis 15.03.) darf die Mindestprofiltiefe 5 mm für Radialreifen bzw. 6 mm für Diagonalreifen nicht unterschreiten.

Wenn die Reifen die gesetzlich vorgeschriebenen oder technischen Abnutzungsgrenzen erreicht haben, müssen sie abmontiert und ersetzt werden.
Im Falle ungewöhnlicher Abnutzungserscheinungen oder ungleichmässigem Abrieb der Reifen auf der gleichen Achse muss ein Reifenfachmann zurate gezogen werden.

Verschleisskontrolle

Die Tiefe der Hauptprofilrillen darf in Deutschland und der Schweiz (Sommer- und Winterperiode) an keinem Punkt des Reifens 1,6 mm unterschreiten.

Für Österreich gilt: Die Tiefe der Hauptprofilrillen darf an keinem Punkt des Reifens in der Sommerperiode 2 mm unterschreiten. In der Winterperiode (Lkw: 01.11. -15.04. und Bus: 01.11. bis 15.03.) darf die Mindestprofiltiefe 5 mm für Radialreifen bzw. 6 mm für Diagonalreifen nicht unterschreiten.

Wenn die Reifen die gesetzlich vorgeschriebenen oder technischen Abnutzungsgrenzen erreicht haben, müssen sie abmontiert und ersetzt werden.

Im Falle ungewöhnlicher Abnutzungserscheinungen oder ungleichmässigem Abrieb der Reifen auf der gleichen Achse muss ein Reifenfachmann zurate gezogen werden.

Montage nachgeschnittener Reifen

Grundsätzlich ist der Einsatz von nachgeschnittenen Reifen für Nutzfahrzeuge >3,5 t auf allen Achspositionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zugelassen.
Ausnahmen:
- Deutschland: Vorderachsen von Bussen mit einer Sondergenehmigung für Maximalgeschwindigkeit 100 km/h
- Österreich: auf Lenkachsen sind keine nachgeschnittenen Reifen zulässig

Montage neuer/runderneuerter Reifen

Grundsätzlich schreibt der Gesetzgeber die Montage gleichartiger Reifen auf derselben Achse vor. Die Montage von Reifen mit unterschiedlichem Profil ist aber möglich, wenn die Reifen folgende Gemeinsamkeiten aufweisen:

  • gleiche Dimension
  • gleiche Bauweise (radial oder diagonal)
  • Geschwindigkeits- und Tragfähigkeitsindex müssen die Vorgaben des Fahrzeugs erfüllen

Zusätzlich müssen Neureifen in der Schweiz folgende Gemeinsamkeiten aufweisen:

  • gleiche Marke / Handelsmarke
  • gleiche Einsatzart (Strassen-, Winter-, oder Spezialreifen)
  • gleicher Geschwindigkeits- und Tragfähigkeitsindex

Michelin empfiehlt auf der gleichen Achse die Montage von Reifen mit identischem Profil. Sollte dies nicht möglich sein, wird die Montage einheitlicher Zwillingsbereifungen empfohlen. In einigen europäischen Ländern ist die Verwendung von runderneuerten Reifen auf der ersten Lenkachse nicht zulässig. Wir empfehlen, auf der ersten Lenkachse von Nutzfahrzeugen generell keine runderneuerten Reifen zu montieren.

Reifenreparatur

Über die gesamte Einsatzdauer hinweg ist der Reifen einer Menge von Anforderungen ausgesetzt und kann auf verschiedene Art und Weise beschädigt werden.

Es ist gefährlich, die Verletzung eines Reifens zu vernachlässigen. MICHELIN Nutzfahrzeugreifen können unter bestimmten Bedingungen repariert werden. Diese Möglichkeit ist bereits bei der Reifenentwicklung vorgesehen worden.

Nicht alle Reifenschäden können jedoch repariert werden.

Die Reparatur eines Reifens muss von qualifizierten und geschulten Fachleuten vorgenommen werden. Für die Richtigkeit und die Qualität der Reifenreparatur ist immer allein derjenige verantwortlich, der sie vornimmt.

Vor der Reparatur wird ein Reifen stets abmontiert und innen sowie aussen sorgfältig vom Fachmann geprüft.

Lebensdauer der Produkte

Reifen bestehen aus vielen unterschiedlichen Materialien, deren Eigenschaften sich im Laufe der Zeit verändern können. Diese Veränderungen sind abhängig von den Lagerbedingungen (Temperatur, Feuchtigkeit, Lagerposition usw.) und von Einsatzbedingungen der Reifen wie Belastung, gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit, Reifenfülldruck, Zustand der Räder usw.

Die Faktoren, die zur Alterung des Reifens beitragen, sind veränderlich und schwierig zu messen. Daher empfiehlt Michelin neben der regelmässigen Kontrolle durch den Nutzer eine regelmässige Untersuchung durch einen qualifizierten Reifenfachmann, der über den weiteren Einsatz des Reifens entscheiden kann.

Diese Untersuchung des Reifens sollte ab dem 5. Jahr nach seinem ersten Einsatz bzw. ab dem 8. Jahr nach seinem Herstellungsdatum mindestens einmal im Jahr  erfolgen.

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Verwendung in der EU

Rechtliche Vorschriften Winter

Land Mindestprofiltiefe Pflicht für die Montage
von M+S-Reifen auf der
Antriebsachse
Weitere Vorgaben Zeitraum
Deutschland 1,6 mm ja Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte darf
ein Kraftfahrzeug der Klassen M2, M3 und N2, N3 an den Antriebsachsen
nur mit Reifen gefahren werden, welche die in Anhang II
Nr. 2.2 der Richtlinie 92/23/EWG des Rates vom 31. März 1992 über
Reifen von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern und über
ihre Montage (ABl. L 129 vom 14.5.1992, S. 95), die zuletzt durch
die Richtlinie 2005/11/EG (ABl. L 46 vom 17.2.2005, S. 42) geändert
worden ist, beschriebenen Eigenschaften erfüllen (siehe Regelung
UN/ECE R54, Begriffsbestimmung M+S-Reifen)
nicht definiert
Österreich Diagonalreifen:
6 mm
Radialreifen:
5 mm
ja Der Lenker darf ein Kraftfahrzeug der Klassen 1. N2 und N3 sowie
ein von solchen Fahrzeugen abgeleitetes Kraftfahrzeug während
des Zeitraumes vom jeweils 1. November bis 15. April oder 2. M2
und M3 sowie ein von solchen Fahrzeugen abgeleitetes Kraftfahrzeug
vom jeweils 1. November bis 15. März nur verwenden, wenn
zumindest an den Rädern einer Antriebsachse Winterreifen (für die
Verwendung als Schnee- und Matschreifen bestimmte Reifen mit
entsprechender Profiltiefe) angebracht sind
Lkw:
01.11.–15.04.
Bus:
01.11.–15.03.
Schweiz 1,6 mm nein Schneekettenpflicht auf mit entsprechendem Symbol
beschilderten Strecken
nicht definiert
Belgien 1,6 mm nein Keine nicht definiert
Bosnien und
Herzegowina
4 mm ja Mitnahmepflicht von Schneeketten, Schaufel und Sandsack 15.11.–15.04.
Bulgarien 1,6 mm nein Keine nicht definiert
Dänemark 1 mm nein Vom 01.11. bis 15.04. Spikes erlaubt nicht definiert
Estland 3 mm nein Keine nicht definiert
Finnland 1,6 mm nein Bespikte Reifen im definierten Zeitraum erlaubt 01.11.–31.03.
Frankreich 1 mm nein Bespikte Reifen erlaubt zwischen dem ersten Samstag ab
01.11. bis zum letzten Sonntag im März
nicht definiert
Griechenland 2 mm für
Antriebsachse,
restliche
Achsen 1,6 mm
nein Schneekettenpflicht auf mit entsprechendem Symbol
beschilderten Strecken
nicht definiert
Großbritannien 1 mm nein Keine 01.12.–01.04.
Irland 1,6 mm nein Keine nicht definiert
Italien 1,6 mm nein Schneekettenpflicht bzw. M+S-markierte Reifen auf bestimmten
Strecken (beschildert), regionale Vorgaben möglich
nicht definiert
Kroatien 4 mm ja Schneeketten erlaubt für Reifen ohne M+S-Kennung unter 4 mm
Restprofil. Definition winterliche Verhältnisse analog Deutschland
nicht definiert
Lettland 1,6 mm nein Keine nicht definiert
Litauen 1,6 mm nein Keine nicht definiert
Luxemburg 1,6 mm ja Bei schnee- bzw. eisbedeckter Fahrbahn M+S-markierte
Reifen auf der Antriebsachse vorgeschrieben
nicht definiert
Mazedonien 6 mm ja M+S-Reifen auf allen Achsen der ziehenden Einheit (außer Liftachsen) 15.11.–15.03.
Niederlande 1,6 mm nein Keine nicht definiert
Norwegen 5 mm ja Mitnahmepflicht von Schneeketten (7 für 5 Achsen). Spikes nur
für M+S-markierte Reifen. Der Fahrer ist verantwortlich für
Grip und Sicherheit. M+S-markierte Reifen auf allen Achsen
der ziehenden Einheit (außer Liftachsen)
15.11.–31.03.
Polen 1,6 mm generell
3 mm für Busse
nein Schneekettenpflicht auf mit entsprechendem Symbol
beschilderten Strecken
nicht definiert
Portugal 1 mm nein Schneekettenpflicht auf mit entsprechendem Symbol
beschilderten Strecken
nicht definiert
Rumänien 1,6 mm ja Schneekettenpflicht auf mit entsprechendem Symbol
beschilderten Strecken
15.11.–15.03.
Russland 4 mm ja M+S-Reifen auf allen Achsen vorgeschrieben (ab 2015) nicht definiert
Schweden 5 mm ja M+S-Reifen auf allen Achsen der ziehenden Einheit (außer Liftachsen) 01.12.–01.04.
Serbien 4 mm ja Mitnahmepflicht von Schneeketten und Schaufel 01.11.–01.04.
Slowakei 3 mm ja Bei schnee- bzw. eisbedeckter Fahrbahn M+S-markierte
Reifen auf der Antriebsachse vorgeschrieben
15.11.–15.03.
Slowenien 4 mm ja Keine 15.11.–31.03.
Spanien 1,6 mm nein Schneekettenpflicht bzw. M+S-markierte Reifen auf
bestimmten Strecken (beschildert)
nicht definiert
Tschechien 5 mm ja Schneekettenpflicht auf mit entsprechendem Symbol beschilderten
Strecken. Bei schnee- bzw. eisbedeckter Fahrbahn M+S-markierte
Reifen auf der Antriebsachse vorgeschrieben
15.11.–30.04.
Türkei 4 mm ja Verpflichtung für die Montage von M+S-markierten Reifen auf den gezogenen Einheiten in Planung 01.12.–01.04
(Lkw und Bus)
Ungarn 1,6 mm für
Ø < 750 mm,
3 mm für
Ø < 750 mm
nein Schneekettenpflicht auf mit entsprechendem Symbol beschilderten Strecken nicht definiert
Für spezielle Verordnungen und aktuelle Informationen informieren Sie sich in den entsprechenden Verkehrsvorschriften der jeweiligen Länder. Die Angaben sind ohne
Gewähr und vorbehaltlich der weiteren Entwicklung lokaler Regelungen.

E-Kennzeichnung

Die von Michelin hergestellten Reifen sind für die spezifischen Bedingungen in den geografischen Zonen geeignet, in denen sie vertrieben und verwendet werden. Für Europa müssen die MICHELIN Reifen die Kennzeichnung E2 haben. Die Zahl steht für den Ländercode für Frankreich, hier wurde die Genehmigung der Eignung für folgende Länder erteilt:

Albanien

Deutschland

Andorra

Österreich

Weißrussland

Belgien

Bosnien-Herzegowina

Kroatien

Dänemark

Spanien

Estland

Färöer

Finnland

Frankreich

Georgien

Griechenland

Grönland

Ungarn

Irland

Island

Italien

Kasachstan

Lettland

Liechtenstein

Litauen

Luxemburg

Mazedonien

Moldawien Rep.

Monaco

Norwegen

Niederlande

Polen

Portugal

Rumänien

Vereinigtes Königreich

Russland

San Marino

Slowakei

Slowenien

Schweden

Schweiz

Tschechische Rep.

Ukraine

Vatikan

Jugoslawien

Die Markierung FRT

Die Markierung FRT* ist in der Regelung Nr. 54 unter Punkt 3.1.15 offiziell beschrieben: Die Markierung „FRT“ betrifft Reifen, die eigens für Trailerachsen ausgelegt sind (Reifen für gezogene Achsen).

Diese Verordnung gilt für alle Neureifen, die auf europäischem Gebiet eingesetzt werden. Das bedeutet, dass die Reifen mit der Markierung FRT nur für die Montage auf Trailerachsen zugelassen sind und auf keiner anderen Achsart montiert werden dürfen.

Michelin übernimmt keinerlei Verantwortung für Schäden, die aufgrund von unsachgemäßem Einsatz auftreten, der den Michelin Hinweisen nicht entspricht.

* Free Rolling Tyre

Nachschneiden

Wichtige Regelungen in Europa

Land Einschränkungen für die Montage nachgeschnittener Reifen Demontage der Nutzfahrzeugreifen nach Verschleiß (außer Einsatz im Winter)
Mindestprofiltiefe Anmerkungen
DEUTSCHLAND Verboten auf Vorderachsen
von Bussen mit
100 km/h-Zulassung
1,6 mm  
ÖSTERREICH Verboten auf allen
Vorderachsen aller
Nutzfahrzeuge
2 mm  
BELGIEN Keine 1,6 mm  
BULGARIEN Verboten auf allen
Vorderachsen aller
Nutzfahrzeuge
1,6 mm  
KROATIEN Keine 1,6 mm  
DÄNEMARK Keine 1 mm  
SPANIEN Keine Keine  
ESTLAND Keine 1,6 mm  
FINNLAND Keine 1,6 mm  
FRANKREICH Keine 1 mm  
GRIECHENLAND Keine 2 mm  
UNGARN Verboten für Vorderachsen
von Reisebussen
3 mm für Busse mit Reifen
 mit einem Durchmesser von > 750 mm
 1,6 mm für andere Fahrzeuge
 
ITALIEN Keine 1,6 mm  
LETTLAND Keine 1,6 mm  
LITAUEN Keine 2 mm für alle Busse für mehr als 8 Passagiere  
LUXEMBURG Keine 1 mm für Trailer
 1,6 mm für Zugmaschinen
 
NORWEGEN Keine 1,6 mm  
NIEDERLANDE Keine Keine  
POLEN Verboten auf einfachbereiften
Achsen von Bussen mit
100 km/h-Zulassung
3 mm für Busse mit
100 km/h-Zulassung;
1,6 mm für die anderen Fahrzeuge
 
PORTUGAL Keine 1 mm  
RUMÄNIEN Keine 1,6 mm  
RUSSLAND Verboten auf allen
Vorderachsen aller
Nutzfahrzeuge
2 mm für Busse;
1 mm für alle anderen
Nutzfahrzeuge
 
SERBIEN Keine 2 mm  
SLOWAKEI Keine 1,6 mm  
SLOWENIEN Keine 1,6 mm  
SCHWEDEN Keine 1,6 mm Zwillingsbereifung außen
Keine Mindestprofiltiefe
außer im Winter
SCHWEIZ Keine 1,6 mm  
TSCHECHISCHE
REPUBLIK
Verboten für Vorderachsen
von Bussen
1,6 mm  
TÜRKEI Keine 1,6 mm  
VEREINIGTES
 KÖNIGREICH
Keine 1 mm  
UKRAINE Verboten auf allen
Vorderachsen aller
Nutzfahrzeuge
2 mm für Busse;
1 mm für alle anderen
Nutzfahrzeuge
 
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